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Damen sind Schweizermeisterinnen 2021

Aktualisiert: Juli 7

Unser junges NLA-Damenteam schafft am Final4-Turnier vom 12./13. Juni 2021 in Genf den ganz grossen Coup! Nach dem deutlichen 6:0 Halbfinalsieg gegen Luzern am Samstag holen sich die Ladies mit einem 2:1 Sieg nach Shootout im Final vom Sonntag gegen die langjährigen Seriensiegerinnen von Rotweiss Wettingen den Feld-Schweizermeistertitel.

HCO-Meisterteam, Samstag und Sonntag 12./13. Juni 2021 am Final4 in Genf:

Hinten v.l.n.r: Captain Steffi Weber, Lot Schoemaker, Nora Wintenberger, Sina Muggli, Dunja Härtsch, Nina Buri, Lea Kim, Jana Grütter, Dshamilja Tiscenko, Coach Marcus Ventar

Vorne v.l.n.r.: Torhüterin Hanna Studer, Sofia Thüring, Ursina Fazis, Anja Buri, Diana Hoxhaj, Sophie Guggisberg, Flurina Conz


Samstag, 12.06.2021: Halbfinal HC Olten - Luzerner SC 6:0 (Halbzeit 3:0)


Im ersten Viertel war den Oltnerinnen die Nervosität noch anzumerken. Viele der jungen Spielerinnen waren das erste Mal an einem so wichtigen Finalturnier dabei. Fehlende Konzentriertheit und vermeidbare Fehler führten zu einigen Luzerner Torchancen. HCO-Keeperin Hanna war aber auf ihrem Posten und verhinderte den frühen Luzerner Führungstreffer. Im zweiten Viertel legten die talentierten Oltner Technikerinnen ihre Zurückhaltung ab und zeigten, was sie draufhaben. Die Kugel wurde mit vielen Kontakten und attraktivem Kurzpassspiel von der Verteidigung übers Mittelfeld nach vorne in den Kreis gespielt, wo die Oltner Stürmerinnen Flurina, Nora und Ursina ganze Arbeit leisteten. Sie sorgten mit ihren Toren für eine beruhigende 3:0 Halbzeitführung.


In der zweiten Halbzeit zeigten die Oltnerinnen weiter hervorragende Teamarbeit nach dem Motto

„alle für einen, einer für alle“.

Nora nutze die Oltner Feldüberlegenheit im 3. Viertel mit einem weiteren Treffer zum vorentscheidenden 4:0. Die Luzernerinnen setzten nun alles auf eine Karte und ersetzten 6 Minuten vor Schluss ihre Torhüterin durch eine zusätzliche Feldspielerin. Der HCO liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil, durch ein Eckentor von Captain Steffi und einem sehenswerten Solo von Mittelfeldmotor Diana erhöhten die Oltnerinnen bis Spielende noch auf 6:0.

Eine klasse Leistung der jungen HCO-Ladies! Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient.

Nach dem Spiel wurde ausgiebig regeneriert und das Team wurde mit einem guten Essen belohnt. Später wurde mit der nachgereisten Nina noch eine Spielerin mit frischen Beinen fürs Finale vom Sonntag freudig in Empfang genommen.


Im zweiten Halbfinal besiegte Rotweiss Wettingen die Gastgeberinnen Black Girls Genf ebenfalls klar mit 5:0. Damit kam es zum erwarteten Finale zwischen Qualifikationssieger Wettingen und den zweitplatzierten Oltnerinnen. Der HCO konnte als einziges Team die Aargauerinnen in der laufenden Saison einmal bezwingen. Jedoch setzte es im letzten Qualifikationsspiel vor dem Finalturnier eine klare 2:9 Niederlage für die Oltnerinnen ab. Man durfte also über den Spielverlauf im Finale gespannt sein - in solchen «Alles oder Nichts» Spielen gelten ja bekanntlich andere Gesetzte…


Sonntag, 13.06.2021: Final HC Olten - RW Wettingen 2:1 n. Shootout (Halbzeit 1:1, reg. Spielzeit 1:1)





Die HCO-Mädels wurden am Sonntagmorgen mit Taktik, Video und guter Musik auf die grosse Aufgabe eingestimmt. Kreativ-Coach Ventar zeichnete ein fiktives Bild einer fast fertigen Torte, die nur noch mit einer Sahnehaube verziert werden musste. Seine Spielerinnen schienen ihn zu verstehen, und sie starteten nach der Topleistung im Halbfinale gegen Luzern mit viel Selbstvertrauen und entsprechend druckvoll ins Spiel. Aber Rotweiss hielt wie erwartet von Anfang an dagegen. Die engagierte Spielweise der Oltnerinnen wurde bereits im ersten Viertel belohnt.


Filigrantechnikerin Dunja brillierte in einer Wettinger Druckphase nach einer schönen Einzelleistung mit einer satten argentinischen Rückhand und brachte ihre Farben mit 1:0 in Führung.

Die HCO-Damen waren im Vergleich zum Spiel gegen RWW vor einer Woche nicht wieder zu erkennen und spielten weiter frech nach vorne. Die Rotweissen schienen aber vom Gegentreffer nicht sonderlich beeindruckt und erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen, vor allem 8 Kurze Ecken, die aber allesamt ungenutzt blieben. Kurz vor der Halbzeit gelang ihnen dann doch der verdiente Ausgleichstreffer zum 1:1.


Die von Coach Ventar auch nach der Pause sehr gut eingestellten Oltnerinnen wurden durch den Gegentreffer nicht verunsichert und es ging im gleichen Stil mit einem hochstehenden Hockeyspiel und offenem Schlagabtausch weiter. Gegen Ende der regulären Spielzeit vermochten die Wettingerinnen den Druck zu erhöhen und konnten weitere Ecken herausholen, die aber allesamt abgelaufen oder von der grossartig aufspielenden HCO-Keeperin Hanna Studer gehalten wurden.


Es blieb bis zum Schlusspfiff beim 1:1 und das Shootout musste also über die Vergabe des Schweizermeistertitels entscheiden.

Die letzte Shootout-Entscheidung gegen RWW ging bekanntlich gut für den HCO aus. Dieses Mal lagen die Nerven bei allen Schützinnen blank und die beiden Torhüterinnen liefen zu Hochform auf. Von den ersten 5 Versuchen auf beiden Seiten fand nämlich keiner den Weg ins Tor, also musste auch das Shootout in die Verlängerung, in der RWW nun beginnen konnte. Die 6. Schützinnen waren wiederum weder für RWW noch für den HCO erfolgreich. Auch den 7. RWW-Versuch konnte die magistrale HCO-Keeperin Hanna parieren. Nun trat Jungtalent Flurina für die Oltnerinnen an… eiskalt netzte sie zum Meistertitel für den HCO ein - Sahnehaube perfekt, und der Jubel grenzenlos… Emotionen pur, unbeschreibliche Gefühle.


Eine schöne Geschichte für das junge Team, das wohl noch eine grosse Hockey-Zukunft vor sich hat.

Leider verletzte sich Lea kurz vor dem Ende unglücklich am Knie. Wir hoffen, dass es nichts Gravierendes ist, und wünschen Dir, liebe Lea auf diesem Weg gute Besserung!


Danke allen mitgereisten Fans! Und vor allem den Spielern der ersten Herrenmannschaft, die trotz ihrer persönlichen Enttäuschung mit dem 4. Platz (2:5 Halbfinalniederlage gegen RWW und 1:2 Niederlage gegen LSC im Bronze-Spiel) das Damenteam lauthals unterstützten – und zwar vor, während und auch nach dem Spiel beim gemeinsamen Abfeiern!


Danke Rotweiss Wettingen für den grossartigen Fight!


Merci à Servette HC Genève et à Swiss Hockey pour l'organisation perfecte du Final4!








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